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Die erfolgreiche Trainerin und Züchterin Angelika Evans hat sich die Zeit genommen, HUND-UNTERWEGS ein paar Fragen zum Dummytraining zu beantworten:

Angelika, Du züchtest seit vielen Jahren Labrador- und Golden Retriever. Mit beiden Rassen hast Du große Erfolge gefeiert. Welche Unterschiede gibt es beim Trainingsaufbau und beim Wettkampf?
Im Wettkampf gibt es für mich keine Unterschiede, allerdings schon beim Training. Meine Golden sind psychisch weicher als die Labradore. Das heißt für mich, bei den Goldies noch mehr Geduld beim Trainingsaufbau zu haben… Doch Geduld ist nicht gerade eine meiner ausgeprägtesten Stärken. In dieser Beziehung tun die Goldies mir also wirklich richtig gut…

Du nimmst nicht nur sehr erfolgreich an Wettkämpfen teil, sondern bist auch Trainerin, Züchterin und Seminarleiterin. Gibt es einige Basic-Tipps, die Du Dummytraining-Anfängern aufgrund Deiner langjährigen Erfahrung geben möchtest?
Immer daran denken, dass die Arbeit mit dem Hund ein Hobby ist, und ALLEN Beteiligten Spaß machen soll! Es gibt natürlich auch Retriever, die sich nicht sonderlich für die Dummy-Arbeit oder das Apportieren interessieren und sich entsprechend auch nicht dafür begeistern lassen. Das muss man dann akzeptieren, und diesen Hunden eine andere Art der Beschäftigung bieten.

Du gehst mit Deinen Hunden schon sehr lange auf Prüfungen und Wettkämpfe. Wie hat sich die “Szene” und das Leistungsvermögen der Hunde im Laufe der Zeit verändert?
Es gibt in Deutschland immer mehr Hunde, die gern und begeistert arbeiten. Dadurch ist das Niveau auf Prüfungen in den letzten 20 Jahren deutlich gestiegen. Aber in allen Bereichen des Lebens gibt es Menschen, die “über-agieren”, ob im Beruf, in der Familie oder leider eben beim Hobby „Dummytraining“. So beobachte ich auch immer mal wieder Hundeführer, die, um Erfolg zu haben, dauerhaft negativ in der Arbeit mit ihrem Hund umgehen.
Ich treffe jedoch immer mehr Hundeführer, deren Motto ist: Ein Hobby sollte Spaß machen, vor allem, wenn ich es mit meinem vierbeinigen Begleiter gemeinsam betreibe.

Du hast mit Deinen Hunden schon etliche Workingstests in Deutschland und im europäischen Ausland gewonnen. Welche Erfolge waren im Rückblick für Dich am bedeutendsten oder emotionalsten?
Ich freue mich immer, wenn meine Hunde gut arbeiten. Erfolg ist relativ und bedeutet nicht immer gewinnen.
Allerdings habe ich mich, als „Chelsea“ das Open-Finale gewonnen hat, schon sehr gefreut. Oder als „Joplin“ in Norwegen beim Internationalen Workingtest das Stechen gewann, und unser Team damit den 3. Platz belegen konnte – da wurde mein Inneres mit Glückshormonen geflutet. Vor allem, da bei einem Stechen um die vorderen Plätze die meisten Teilnehmer zusehen … wenn es dann vor diesem großen Auditorium gut läuft … das ist schon ein ganz besonders schöner Moment… und erfüllt mich einmal mehr mit einem großen Stolz auf meine tollen Hunde.

Gab es auch mal große Enttäuschungen?
Natürlich bin ich nicht glücklich, wenn es auf einer Prüfung nicht so optimal läuft. Enttäuschung würde ich das aber nicht nennen, denn ich bin mir bewusst, dass meine Hunde nur das bei Prüfungen optimal zeigen können, was sie von mir gelernt haben. Das heißt, wenn es nicht so gut läuft, liegt es nicht am Hund, sondern an meinem Training.

Was macht für Dich die Faszination des Dummytrainings aus?
Seit 1989 führe ich Retriever. Es fasziniert mich, mit welcher Freude und Begeisterung meine Hunde die ausgelegten Dummys wieder einsammeln wollen. Das Training macht mir auch an “schlechten” Tagen gute Laune. Dummyarbeit ist ein Spiel für uns und es schafft eine ganz besondere Bindung zwischen den Hunden und mir. Ich liebe sie dafür, mit welcher Begeisterung sie arbeiten, und ich bin sicher, sie lieben mich dafür, dass ich ihnen immer wieder aufs Neue die kleinen Säckchen in der Landschaft verstecke.

Liebe Angelika, wir danken für das Gespräch!